Salon féministe goes Freitagskino: MY TWO POLISH LOVES Film und Gespräch mit Tali Tiller

SUQ_my-two-polish-lovesAm Freitag, den 5.10.2018 starten wir ins neue Semester und freuen uns, dass wir euch den Dokumentarfilm MY TWO POLISH LOVES zeigen können. Außerdem kommt die Filmemacherin Tali Tiller zu uns nach Münster und spricht mit uns über ihren Film.

Beginn ist 19 Uhr und wir treffen uns in der LEO:16 (Herwarthstraße 7).

Hier nun ein paar Infos und ein Trailer zum Film:

Tali begibt sich auf eine bewegende Reise in die polnische Stadt Lodz, um den Spuren ihrer persönlichen Wurzeln und der damit verknüpften Geschichte nachzugehen.

Im Zentrum stehen dabei ihre zwei polnischen Geliebten: Ihre in Polen aufgewachsene Partnerin Magda, die anfängt, die Reise zu filmen, und ihre Großmutter Silvia, eine Holocaust-Überlebende, deren Stimme und Erinnerungen das Paar auf ihrem Weg begleiten.

Während sie auf der Suche nach lang vergessenen Straßennamen die Straßen von Lodz durchwandern, das Ghetto besuchen, in dem Silvia ihre Jugend verbracht hat und versuchen, einen fast verschütteten Grabstein zu finden, entdecken Tali und Magda überraschende Übereinstimmungen in ihrem polnischen Erbe.

Der Dokumentarfilm geht der Frage nach, wie Erinnerungen an den Holocaust und Krieg von Frauen erlebt, erzählt und durch die Jahrzehnte weitergegeben werden. Gefragt wird auch, ob sich zukünftige Generationen noch für die Geschichte des Holocaust interessieren werden, wenn es keine direkten Zeug*innen mehr gibt? Wie wichtig ist eine physisch erfahrbare Erinnerung? Was ist die Rolle der dritten Generation?

Hier ein kleiner Einblick:

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14.09., 19 Uhr: Lesung und Diskussion: Intersektionale transformative Gerechtigkeit

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Zusammen mit dem AK zu Recht und dem Verlag edition assemblage veranstalten wir am Freitag um 19 Uhr in der Leo:16 (Herwarthstraße 7) eine Lesung mit Diskussion zum Thema: „Was macht uns wirklich sicher? Ein Toolkit zu intersektionaler transformativer Gerechtigkeit jenseits von Gefängnis und Polizei.

Wir feiern die Veröffentlichung des „Was macht uns wirklich sicher?“ Toolkits mit Herausgeberin Melanie Brazzell, Jen Petzen und Jaya Chakravarti.
Dieses Toolkit stellt das Sicherheitsversprechen des Staates im Falle von sexualisierter- und Partner_innengewalt in Frage, weil Techniken wie Polizei, Gefängnis und Grenzen Gewalt (re)produzieren anstatt sie zu beenden. Das Toolkit und die verschiedenen Beiträge von vielen Organisationen und Aktivist*innen vorstellen (u.a. LesMigraS, Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – KOP, Hydra e.V.) sollen bei der Lesung vorgestellt werden.

Dabei wird der Frage nachgegangen, wie vermeintlich gut gemeinte Ansätze zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt so schief laufen und für Rassismus instrumentalisiert werden können? Das Toolkit stellt heraus, dass wir zwischenmenschliche Gewalt in Verquickung mit staatlicher Gewalt verstehen müssen, um sie angemessen aufzuarbeiten und zu bekämpfen. Um dies zu erreichen, schlägt das Toolkit einen Ansatz intersektionaler transformativer Gerechtigkeit vor: Es besteht aus verschiedenen Experimenten von community-basiertem Umgang mit zwischenmenschlicher Gewalt – vor allem sexualisierter und Partner_innen-Gewalt – jenseits vom Staat und dessen Straflogik.

Wenn uns Polizei und andere Sicherheitsinstitutionen wie Grenzen und Gefängnisse keine wirkliche Sicherheit geben können, sondern das Gegenteil bewirken, also Unsicherheit verbreiten, welche Möglichkeiten gibt es dann? Wie können wir selbst Sicherheit schaffen und den Begriff ‚Sicherheit‘ für uns zurücknehmen?

Zu der Veranstaltung sind alle eingeladen, ihre kreativen, sci-fi Visionen von echter Sicherheit zu teilen, um eine Zukunft ohne Gewalt und Betrafung zu entwerfen. Es wird eine kleine Kunstaktion vor und während der Lesung geben.

Teilt euere Ideen mit uns, was uns #WirklichSicher #ReallySafe macht!

https://twitter.com/WhatMakesUsSafe
https://www.facebook.com/transformativejusticekollektiv/
www.whatreallymakesussafe.com

Präsenzzeiten in den Semesterferien

Hallo zusammen, auch wir machen Semesterferien und setzen im August und September ein paar Mal unsere Präsenzzeiten aus. An folgenden Tagen könnt ihr uns aber trotzdem jeweils um 18:30 Uhr im AStA treffen:

14.08.
28.08.
11.09.
25.09.

Ansonsten sind wir aber durchgehend per Mail erreichbar. Genießt den Sommer!

Salon féministe Vol. 25: Sommer,Sonne,Feminismus und ein Stadtrundgang

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Wir laden euch ganz herzlich ein eure Klausuren für einen Nachmittag zu vergessen und in eurer Lernpause einen schönen Nachmittag mit uns zu verbringen.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe Frauengeschichte bieten wir auch diesen Sommer wieder einen Stadtrundgang an. Neben allgemeinen Informationen zur Frauengeschichte in Münster wird sich der Stadtrundgang auf Frauen* und Bewegungen konzentrieren, die für die Rechte von Frauen* gekämpft haben.

Nach dem Stadtrundgang treffen wir uns wieder am AStA und wir bereiten ein Picknick vor.

Der Stadtrundgang beginnt um 15 Uhr (Treffpunkt vor dem AStA) und dauert etwa bis 16:30 Uhr.
Danach könnt ihr gerne noch gemütlich mit uns rumhängen und Kuchen essen.

Bis dahin!

Salon féministe Vol. 24: Transfeindlicher Feminismus im Deckmantel der Emanzipation – TERFs und ihre Anknüpfungspunkte in Feminismen

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Ab 14 Uhr gibt es bei Waffeln und Kaffee einen Raum zum Austausch und Vernetzung. Der Vortrag startet um 15:30 Uhr.
 
Zum Vortrag:
TERFs – was und wer ist das eigentlich? Nicht jedem ist das Akronym bekannt, und doch sind TERFs überall. TERFs sind transfeindliche FeministInnen, welche sich vor allem gegen die Existenz von trans* Weiblichkeiten sträuben. Der Vortrag umfasst eine nähere Erläuterung des Begriffs TERFs, geht auf Symboliken und Erkennungszeichen ein und beschäftigt sich mit ihren Strukturen und Organisationen, benennt jedoch auch beispielsweise Anknüpfungspunkte und vermeintlich widersprüchliche Allianzen zu MRA (Männerrechts-Aktivisten).
 
Im Vortrag gehen die beiden Referentinnen auch auf andere Widersprüchlichkeiten im vermeintlich radikalen Anspruch von TERFs ein, auf ihre biologistischen und cis-normativen Argumentationen und auch auf die Bedrohung für trans* Menschen, welche nicht nur von der verbreiteten sex/gender-Teilung ausgeht. Darüber hinaus soll dieser Vortrag darstellen, wie weit Biologismen und normierte Zweigeschlechtlichkeit in Feminismen verbreitet sind und, dass ein reiner Fokus auf offene Transfeindlichkeit zu kurz greift.
 
Zum Schluss widmen wir uns einigen Antwort-Möglichkeiten auf die Frage: Was könnt ihr tun, um Feminismen trans*-inklusiver zu gestalten.
 
Ein Vortrag von Felicia L.L. Hood_ (@redhidinghood_) & Mara Clara van Dyke (@ruehrtofu)

Liza ruft! – Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Christian Carlsen

Im Mai gibt es keinen klassischen Salon, sondern einen Sonntagnachmittag im Kino: Zusammen mit der Antifaschistischen Linken Münster und dem 8.Mai-Bündnis laden wir euch am Sonntag, den 13.05., ins Cinema (Warendorfer Straße 45-47) ein.

background_lizaruft_de Wir zeigen den Film „Liza ruft“ – einen Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Fania Yocheles-Brantsovskaya war 19 Jahre alt als die Wehrmacht 1941 in ihre Heimatstadt Vilnius einfiel. Sich der deutschen Vernichtungspläne bewusst, schloss sich Fania der jüdischen Widerstandsgruppe „Fareinikte Partisaner Organisatzije (FPO)“ an. „Liza ruft!“ wurde die Losung für ihren Kampf. Im Gespräch mit Fania, ihren Angehörigen und Weggefährt_innen zeichnet LIZA RUFT! das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau.Im Anschluss an den Film folgt ein Gespräch mit dem Filmemacher Christian Carlsen.

Los geht´s um 17 Uhr.

Karten gibt es an der Kinokasse oder ihr bestellt online schon welche vor. Der Eintritt kostet 5 Euro. Sollte euch das nicht möglich sein, meldet euch vorher bei uns, dann finden wir eine individuelle Lösung.

Workshop: Antisexistische Awarenessarbeit am 22.4.2018

 

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Am Sonntag den 22.04.2018, findet unter dem Thema „antisexitische Awarenessarbeit“, in der Baracke ein Workshop mit Ann Wiesental statt.

Gemeinsam mit Ann Wiesental sollen im Workshop Grundlagen antisexistischer Awarenessarbeit erarbeitet und diskutiert werden. Da der Themenbereich auch auf alltägliche Problematiken verbaler und nonverbaler sexualisierter Gewalt übertragbar ist, die nicht zuletzt und nach wie vor hoch aktuell sind, sollen Ideen und Ansätze für die Praxis entwickelt werden. Der Workshop versteht Awareness nicht nur als Achtsamkeit im Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt und sexistischer Diskriminierung, sondern auch als eine Haltung, um einen verantwortungsvollen Umgang miteinander im Alltag und anderswo zu ermöglichen. Demnach ist es wichtig, eine emphatische, solidarische und emanzipatorische Grundlage zu schaffen, um sexistischen Vorstellungen und grenzüberschreitendes Verhalten keinen Raum zu bieten. Ziel des Workshops wird es sein, eine Sensibilisierung für Betroffene sexualisierter Gewalt zu schaffen, die Methoden einer individuellen Unterstützung innerhalb von Gruppierungen, als auch durch einzelne Personen bereitstellt.

Ann Wiesental lebt in Berlin und ist feministisch aktiv. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit unterstützenden und solidarischen Strukturen für Betroffene sexualisierter Gewalt auseinander. Sie ist als Autorin tätig, hält Vorträge, organisiert Konferenzen und gestaltet Workshops. Dabei thematisiert sie u.a. sexualisierte Gewalt innerhalb von rassistischen, sexistischen, trans* diskriminierenden sowie queeren Kontexten und ihrer Verflechtungen. 2007 realisierte sie im Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm die „Antisexist Contact- und Awarenessgroup“ (etwa Antisexistische Kontakt- und Bewusstseinsgruppe), um vor Ort Aufklärungsarbeit zu leisten und eine Anlaufstelle für Betroffene anzubieten. Im Oktober 2017 erschien im Münsteraner Unrast Verlag ihr Handbuch „Antisexistische Awareness“, in dem sie erklärt, was die Aufgaben und Zielsetzungen von Awarenss-Gruppen sind. Das Handbuch bietet eine Bandbreite von Leitfäden und konkreten praktischen Tipps, die einen emphatischen Umgang mit betroffenen Personen ermöglichen können. Diese können ihre Anwendung sowohl auf Partys, Festivals, politischen Camps und vorallem im alltäglichen Leben finden.

Feministischer Lesekreis

Wann: 22. März 2018 – 18:00
Wo: Baracke, Münster

Liebe Feminist*innen (und alle die es noch werden wollen),

wir möchten einen Raum schaffen, in dem wir uns gemeinsam abseits der
universitären Strukturen mit feministischen Texten, Themen, Fragen und
Antworten beschäftigen können. Die Idee ist, sich alle zwei Wochen abends zu
treffen und über vorher Gelesenes/Geschautes/Erlebtes zu diskutieren. Keine
Hierarchie, keine ECTS-Punkte, dafür ganz viel feministisches Herzblut. Was
genau das werden kann und soll, möchten wir gerne gemeinsam mit allen, die
Lust auf einen solchen Austausch haben, überlegen und laden Euch daher sehr
herzlich zum Auftakttreffen ein:

Donnerstag, 22.3., 18 Uhr in der Baracke (Scharnhorststraße 100, hinten auf
dem Hof)

 

bring friends * spread the word