Vortrag: „Vordenkerinnen – Physikerinnen und Philosophinnen durch die Jahrhunderte“

Wann: 24. November 2022, 19 Uhr

Wo: Zoom

Sei es in den Geistes- oder in den Naturwissenschaften: schon immer haben Frauen geforscht und bedeutende Beiträge zur Philosophie oder Physik geleistet. Doch den meisten Menschen sind weder diese Wissenschaftlerinnen noch ihre Leistungen präsent. In ihrem Buch „Vordenkerinnen. Physikerinnen und Philosophinnen durch die Jahrhunderte“ machen Carla Schriever und Betti Hartmann deutlich, dass sich diese Ausgrenzung durch die gesamte Wissenschaftsgeschichte zieht – von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Dabei stellen sie immer wieder spannende Synergien zwischen den jeweiligen Wissenschaftlerinnen heraus und lassen den Dialog zwischen den Disziplinen über die Jahrhunderte lebendig werden. Sie sind zudem davon überzeugt, dass gemeinsame Anstrengungen und Solidarität der einzige Weg sind, um Lösungsansätze für die Probleme des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.
Am 24.11.2022 ab 19 Uhr laden wir herzlich zur Buchvorstellung durch die beiden Autorinnen und anschließendem Gespräch ein. Die Veranstaltung wird digital über Zoom stattfinden:
Meeting-ID: 697 5808 7977

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Frauenhistorischer Stadtrundgang

Wann: 11. November 2022, 16 Uhr

Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Frauen-Geschichte Münster wollen wir mit euch die feministische Stadtgeschichte Münsters erkunden. Welche berühmten Frauen haben Münsters Geschichte geprägt? Warum wurde ein Frauenkloster für die Gründung der Universität aufgelöst, die Frauen aber von Studium und Bildung ausgeschlossen? Welche feministischen Kämpfe um Gerechtigkeit und Freiheit wurden hier geführt?
Das und vieles mehr erfahrt ihr auf dem Stadtrundgang, der ca. 2 Stunden dauern wird. Wir starten am 11. November um 16 Uhr. Den Startpunkt erhaltet ihr bei Anmeldung.

Bitte meldet euch bei Interesse per Mail für den Rundgang an: asta.frauenreferat@uni-muenster.de.

Sprechstunde WiSe 2022/23

Du brauchst Rat, hast eine Idee für ein feministsiches Projekt oder alle möglichen anderen Dinge auf dem Herzen? Besuch und in unserer Sprechstunde freitags von 10-11 Uhr in unserem Büro im AStA am Schlossplatz 1 im 1. Obergeschoss.

In der Zeit kannst du auch ohne vorherige Absprache Bücher aus unser feministischen Bibliothek ausleihen.

Der Termin passt dir nicht? Du hättest gerne etwas mehr Zeit bei einem Gespräch? – Dann schreib uns eine E-Mail (asta.frauenreferat@uni-muenster.de ) und wir vereinbaren einen Termin außerhalb unserer Sprechstunde mit dir.

Leider ist unser Büro nicht barrierefrei. Für einen barrierefreien Zugang können wir uns in den Räumen des Schlosses direkt nebenan treffen. Bitte schreib uns in diesem Fall vorher eine kurze Mail.

Wir freuen uns auf dich!

Workshop: Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) – Aufklärung & Umgang

Weltweit sind aktuell mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation) betroffen. Auch wenn das Thema in den vergangenen Jahren glücklicherweise mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, mangelt es immer noch an Aufklärung und Informationen – gerade auch über die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten, die es in Deutschland mittlerweile gibt. Das gilt sowohl für Betroffene als auch für Menschen, die mit Betroffenen arbeiten oder in Kontakt kommen.


Deshalb organisieren wir am 29. Oktober (Sa) um 17 Uhr erneut einen Workshop zum Thema „Aufklärung und Umgang mit Genitalverstümmelung“. Es wird kurze Inputs von einer betroffenen Person und einer Ärztin sowie eine anschließende Fragerunde geben. Die Infoveranstaltung richtet sich an alle Menschen: Betroffene, (angehende) Pädagoginnen, Sozialarbeiterinnen, Psycholog*innen etc., aber auch alle weiteren Interessierten…
Wir freuen uns über viele Teilnehmende, um dem Thema mehr Aufmerksamkeit und öffentlichen Raum geben zu können.
Den Veranstaltungsort geben wir nach Anmeldung bekannt.
Bitte meldet euch per Mail für den Workshop an: asta.frauenreferat@uni-muenster.de

Vortrag: „Hass den Sexismus, aber hab gefälligst Sex?“ – Jeja Klein

Wann: 19.10.2022, 19 Uhr

Wo: Leo:16 Kneipe, Herwarthstraße 7

Für viele Heranwachsende stellt die linke Szene mit ihrem sexpositiven Feminismus, vielfältigen Liebes- und Begehrensformen, ihrer Queerness und Polyamorie einen Sehnsuchtsort dar, der so anders sein soll als die Enge von Herkunftsfamilie und Schulklasse. Mit dem linken Coming-of-age sollen die alten Sitten abgestreift und ein erfülltes Leben in politischer Rebellion einerseits, sexuellen und romantischen Abenteuern andererseits gefunden werden. Doch die Tiefe, mit der sich patriarchale Strukturen in unsere Gefühle und unsere Fähigkeiten und Unfähigkeiten eingegraben haben, Sex und Beziehungen zu managen, wird unterschätzt. Allzu oft, vor allem für junge Frauen, verwandeln sich die eigenen Twenties in linken Kreisen in einen Albtraum, der von missbräuchlicher Beziehung zu Übergriff und dann in lang anhaltende psychische Belastung stolpert. Der Feminismus hat sein Image, frigide und sexfeindlich zu sein, weitgehend abgestreift – doch zu welchem Preis? „Have Sex, Hate Sexism“ lauet eine weit verbreitete Stickerparole in linken Communities – eine Formulierung, die nahtlos an Imperative des liberalen Feminismus anschließt, der von Frauen nicht nur Bestleistungen in jeder Disziplin verlangt, sondern auch, dabei stets sexy und begehrenswert zu sein. Es sollen massig sexuelle Erfahrungen „zum Spaß“ gesammelt und so sich und der Welt bewiesen werden, dass man selber zur Gruppe der emanzipierten Frauen dazugehört, für die die Geschlechtszugehörigkeit kein Hindernis mehr darstellt. Doch die massive Verbreitung von Erfahrungen mit sexuellen Grenzverletzungen und Beziehungsgewalt, die linke Frauen und Feminist*innen äußern, zumeist begangen durch die eigenen Genoss*innen, meistens aber Männer, sprechen eine andere Sprache. Hat der sexpositive Feminismus die Sexualität von Frauen, Enbies und auch von Männern befreit, oder nur eine glitzernde Schicht Lack auf das alte Elend aufgetragen, unter der sich glamourös tausendfaches Scheitern und Leiden verbirgt? Im Vortrag sollen diese Spannungsverhältnisse auch biographisch dargestellt und diskutiert werden, welche Verantwortung inzwischen ältere Feminist*innen eigentlich für den politischen Nachwuchs in Fragen feministischer Sexualkultur tragen – oder tragen sollten.

Vollversammlung der Statusgruppe 28.10.2022, 14 Uhr

Für den 28. Oktober 2022 laden wir ab 14 Uhr herzlich alle Student*innen, die Teil der Statusgruppe des autonomen Frauen*referats sind, ein an unserer Vollversammlung teilzunehmen. Es wird neben der Entlastung unserer Aktivitäten vor allem darum gehen, einen Rückblick auf das vergangene Semester zu werfen. Möchtet ihr weitere Punkte auf die Tagesordnung (unten) setzen, sagt uns bitte vorher per E-Mail Bescheid! Die Vollversammlung findet im Kulturzentrum Baracke in der Scharnhorststr. 106 statt.
Wir freuen uns auf euch!


Vorläufige Tagesordnung

  1. Eröffnung durch die Referentinnen*
  2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
  3. Wahl der*des Protokollführenden, der Redeleitung
  4. Beschluss der Tagesordnung
  5. Rückblick und Aussichten unserer Tätigkeiten
  6. Vorstellung des Rechenschaftsberichts
  7. Entlastung der Referierenden
  8. Sonstige

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM). Aufklärung und Umgang – Workshop

Weltweit sind aktuell mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation) betroffen. Auch wenn das Thema in den vergangenen Jahren glücklicherweise mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, mangelt es immer noch an Aufklärung und Informationen – gerade auch über die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten, die es in Deutschland mittlerweile gibt. Das gilt sowohl für Betroffene als auch für Menschen, die mit Betroffenen arbeiten oder in Kontakt kommen.
Deshalb organisieren wir am 9. August um 18 Uhr einen Workshop zum Thema „Aufklärung und Umgang mit Genitalverstümmelung“. Es wird einen kurzen Vortrag von einer betroffenen Person und eine anschließende Fragerunde geben. Die Infoveranstaltung richtet sich an alle Menschen: Betroffene, (angehende) Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen etc., aber auch alle weiteren Interessierten…
Wir freuen uns über viele Teilnehmende, um dem Thema mehr Aufmerksamkeit und öffentlichen Raum geben zu können.

ACHTUNG RAUMWECHSEL!
Der Workshop findet nun in der Aula der @kshg.ms statt.
Bitte meldet euch per Mail für den Workshop an: asta.frauenreferat@uni-muenster.de

Achtung: Im Oktober wird es noch einen weiteren Termin geben.

Feministische Perspektiven auf den Krieg in der Ukraine – Poduimsgespräch mit Anastasia Tikhomirova

Der brutale Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dauert nun schon bereits mehrere Monate an. Ein Ende ist nicht in Sicht. In Russland ist es derzeit vor allem die feministische Bewegung, die unter heftiger Repression weiterhin gegen den Krieg protestiert, Aktionen organisiert und sich vernetzt. Wir wollen am 20. Juli um 19 Uhr in der Leo:Kneipe 16 (Herwarthstr. 7) mit der Journalistin Anastasia A. Tikhomirova über feministische Perspektiven auf den Krieg diskutieren. Dabei soll es sowohl um die Rolle der feministischen Opposition in Russland als auch um die Situation von ukrainischen Frauen und Personen der LGBTIQ*-Community im Krieg und auf der Flucht gehen. Anastasia A. Tikhomirova ist Journalistin, Moderatorin und Redakteurin. Sie arbeitet u.a. für die taz und die ZEIT ONLINE zu feministischen Themen, Russland und der Ukraine, antislawischem Rassismus sowie zu Antisemitismus. Anastasia A. Tikhomirova wuchs zwischen den Gegensätzen von Moskau und dem Allgäu auf. 2021 hospitierte sie bei der Novaya Gazeta in Moskau.

Einen Audiomitschnitt des Gesprächs findet ihr auf Soundcloud.

Buchvorstellung: Kritische Theorie und Feminismus

Wann: 27. Juli 2022, 19 Uhr

Wo: JO1 (Johannisstraße 4)

Kritische Theorie und Feminismus – unter diesem Titel wird aus  soziologischer, philosophischer und psychoanalytischer Perspektive das  Spannungsverhältnis zwischen zwei Theorieparadigmen beleuchtet, die  beide für Emanzipation einstehen. Wenngleich sich die Autor:innen in  diesem Band unterschiedlichen Spektren der feministischen Theorie  zurechnen sowie unterschiedliche Ansätze der Rezeption Kritischer  Theorie haben, besteht ein Grundkonsens der Beiträge darin, die  gegenseitige Durchdringung von Kritischer Theorie und Feminismus  weitertreiben zu wollen. Der Band beschäftigt sich aus dieser  Perspektive mit Fragen von Subjektivität und Identität, Ideologie und  Diskriminierung sowie von Arbeit und Körper. Zur Vorstellung des Bandes  haben wir die Herausgeberin Alexandra Colligs und die Autorin Petra Klug  eingeladen, die einen Gesamtüberblick über das Buch geben, sowie ihre  einzelnen Beiträge vorstellen. Der thematische Schwerpunkt des Abends  liegt dabei auf dem Verhältnis von Identitätsformen und Emanzipation.  Petra Klug wird der Frage nachgehen, wie die Solidarität der Kritischen  Theorie mit dem Individuum Religionskritik als unhintergehbares Element  einer gegenwärtigen kritischen und feministischen Gesellschaftstheorie  begründet. Und Alexandra Colligs wird vor dem Hintergrund der  Allgegenwärtigkeit sogenannter Identitätspolitiken die Gemeinsamkeiten  und Unterschiede der Kritik an Identität herausarbeiten, die in den  Arbeiten von Judith Butler und Theodor W. Adorno jeweils formuliert  wird.