Frauenvollversammlung am 23.4.2017

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Hallo zusammen,

hiermit laden wir euch ganz herzlich zu unserer Vollversammlung am 23.4.2017 um 15:30 Uhr. Die VV findet im studentischen Kulturzentrum Baracke (Scharnhorststr. 100) statt. Die Baracke ist barrierefrei.

Wir schlagen zunächst folgende Tagesordnung vor. Solltet ihr noch andere Anliegen haben, könnt ihr uns gerne eine Mail schreiben (asta.frauenreferat@uni-muenster.de) und uns Änderungsvorschläge etc. mitteilen. Aber selbstverständlich könnt ihr dies auch noch am Tag der VV einfach einbringen.

Hier die vorläufige Tagesordnung:

  1. Eröffnung durch die Referent*innen
  2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
  3. Beschluss der Tagesordnung
  4. Aktuelle Entwicklungen
  5. Vorstellung des Rechenschaftsbericht durch die Referent*innen
  6. Entlastung der Referent*innen
  7. Wahl der Referent*innen
  8. Sonstiges

Wir freuen uns auf euch und werden für Kaffee und Kuchen sorgen 🙂

Bis dahin genießt noch die letzten freien Tage!

 

 

Salon féministe 17: Postödipale Subjekte und ihr Geschlecht (5.2.17)

Für den 17. Salon féministe Anfang Februar haben wir zusammen mit der Gruppe et2c Tove Soiland eingeladen. Sie hält einen Vortrag zum Thema „Postödipale Subjekte und ihr Geschlecht“ – selbstverständlich mit anschließender Diskussion.

Hier die Ankündigung und ein paar Infos zur Referentin:
Jacques Lacan hat mit seiner These eines Wandels in den Über-Ich-Strukturen, wie er sie in seinen Seminaren Ende der 1960er formulierte, einen wichtigen Beitrag zu einer Gegenwartsdiagnose spätkapitalistischer Gesellschaften geleistet. Unter dem Stichwort „postödipale Subjektivierung“ werden seine Thesen heute von der Schule von Ljubljana weitergeführt, um die Fallstricke jener Liberalisierung, die die Proteste der 68er Generation maßgeblich mit angestoßen haben, zu verstehen.

Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag der Frage nach, ob dem Auftauchen multipler geschlechtlicher Positionen, wie sie heute im Zuge des Cultural turn als Unterwanderung der traditionellen Geschlechterordnung hochgehalten werden, tatsächlich ein subversives Potential zukommt, oder ob diese nicht vielmehr Ausdruck einer neuartigen „Biopolitik des Genießens“ sind, die, weit davon entfernt, befreite Subjekt hervorzubringen, diese einer neuartigen Form von Herrschaft unterwerfen.

Tove Soiland studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in Zürich. Sie hat derzeit die Klara-Marie-Faßbinder-Gastprofessur in Ludwigshafen inne und ist Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten.
2008 promovierte sie an der Universität Zürich zu »Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. Eine dritte Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten«. 2009 schrieb sie für das Stadttheater Bern die szenische Lesung »Nehmen Sie Ihr Gender selbst in die Hand, Madam!«. 2003 initiierte sie den »Gender-Streit«, eine Kontroverse um die theoretischen Grundlagen des Gender-Begriffs. Für das Historisch-kritische Wörterbuchs des Marximus (8/1) verfasste sie 2013 den Eintrag »Lacanismus«.

Vor dem Vortrag gibt es wie üblich Kaffee und Kuchen (ab 15:30 Uhr) und nach der Diskussion werden wir gemeinsam mit dem AStA-Kino einen Film zeigen (mehr dazu später). Der Vortrag beginnt um 16:30.

Wir freuen uns auf euch!

P.S.:
Wer die Gruppe et2c noch nicht kennt, kann ja mal auf deren Blog vorbeischauen: www.et2c.org

Salon féministe Vol. 16: Ökonomisierung im Widerspruch zu Care (29.1.17)

Im Januar haben wir Ann Wiesental vom Netzwerk Care Revolution eingeladen. Sie wird einen Vortrag zum Thema „Ökonomisierung im Widerspruch zu Care – Care Revolution als Perspektive“ halten.
Care, Sorge- und Fürsorgearbeit, Kinderbetreuung, Assistenz für Behinderte, Pflege und Krankenversorgung unterliegt dem Ökonomierungsdruck und orientiert sich oft nicht an den Bedürfnissen der Menschen. Neben rassisten Strukturierungen stellen die Geschlechterverhältnisse und ihre Rollenzuschreibungen eine Grundlage dar, warum Care weiterhin abgewertet werden kann. Welche Auswirkungen Profitmaximierung und Kosteneinsparung auf Care-Bereiche hat, welche Care-Lücken somit entstehen und wie die Menschen, damit umgehen, dazu werden wir bei dieser Veranstaltung etwas hören. Ebenso zu den Ideen und Politiken des Netzwerks Care Revolution, das sich zur Aufgabe gemacht hat, dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen und die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ins Zentrum gesellschaftlichen Handelns zu setzen.

> Ann Wiesental lebt in Berlin und ist im Netzwerk Care Revolution aktiv, sie hat das Netzwerk vor drei Jahren mitgegründet und maßgeblich die Aktionskonferenz Care Revolution 2014 vorbereitet. Sie schreibt und gibt Workshops und hält Vorträge zu feministischer Ökonomiekritik und beschäftigt sich mit der Kritik der politischen Ökonomie von Marx und mit feministischem Materialismus.

Mehr Informationen zum Netwerk Care Revolution findet ihr hier: https://care-revolution.org/

Ab 15:30 Uhr gibt es wie immer Kaffee und Kuchen unter Pompoms (Kuchenspenden sind immer gerne gesehen), der Vortrag beginnt um 16:30.
Wir freuen uns auf euch und einen spannenden Vortrag.

Guten Rutsch euch allen!

Hallo ihr lieben alle,
der Winter hat uns voll im Griff und die Präsenzzeit heute muss leider ausfallen. Im neuen Jahr sind wir nach Ende der Ferien ab dem 10. 1. 17 wieder für euch da!

Salon féministe im Dezember

Es ist richtig Winter und damit beste Gelegenheit sich ziemlich viele gute Filme reinzuziehen. Daher gibt´s im Dezember den Salon féministe in der Movienight-Edition.
Bei warmen Kakao mit Marshmallows, Popcorn und Kaffee und Kuchen möchten wir mit euch den superduper Film „Girl Power“ gucken. Wir sind ab 17:30 Uhr vor Ort. Der Film beginnt um 18:30 Uhr. Anders als sonst, treffen wir uns in den Räumen des freygeist e.V. in der Leostraße 16. Vielen lieben Dank, dass ihr uns für den Abend aufnehmt.

Der Dokumentarfilm [CZ 2015, 85 Min., OmeU, Regie: Sany, Jan Zajíček] besucht unterschiedliche Grafitti-Künstlerinnen in der ganzen Welt und erzählt von den Herausforderungen von Writerinnen in einer männlich-dominierten Szene.
„Girl Power“ gibt Einblick in die Welt von Graffiti-Künstlerinnen und stellt dabei einige von ihnen vor. Ganz nebenbei erzählt er auch die Geschichte der Graffitikunst seit dem Auftauchen der ersten Tags in den 1970er Jahren in New York.

Wir freuen uns schon sehr auf einen gemütlichen Abend und beste Unterhaltung!

Auf der Homepage findet ihr noch viel mehr Infos zum Film und auch einen Trailer:
http://www.girlpowermovie.com/

Das Onbones Collective wird einen kleinen Stand an dem Abend mitbringen!

Mit Unterstützung durch das Onbones Collective und dem Verein freygeist e.V.

*Die Räume sind zwar barrierefrei zugänglich, allerdings sind die WCs nicht barrierefrei. Der Film wird im Originalton mit englischen Untertiteln gezeigt. Solltet ihr eine Übersetzung brauchen, meldet euch bitte mit ausreichend Vorlaufzeit bei uns.
Wir bieten wie immer die Möglichkeit einer Kinderbetreuung an. Auch da bitten wir euch uns möglichst rechtzeitig (mindestens eine Woche vor der Veranstaltung) Bescheid zu geben.*

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kreuz & queer vol. III

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Es ist wieder so weit – die kreuz & queer geht in die nächste Runde!

Um 19:00 starten wir mit einem Vortrag von Katja Peglow (Riot Grrrl revisited) unter dem Motto

„POPFEMINISMUS – ZWISCHEN EMPOWERMENT UND SELBSTINSZENIERUNG“
(Beschreibung unten)

Nach dem Vortrag laden wir euch ein, bei alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken und veganem Essen noch etwas weiter zu diskutieren, bevor es mit der QUEER-PARTY ab 21:00 weitergeht.

(DJs folgen)

Eintritt frei – Spenden erwünscht.
Die Baracke ist barrierefrei.
Scharnhorststr. 100
All Genders welcome.
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Popfeminismus – zwischen Empowerment und Selbstinszenierung:

Seitdem Miley Cyrus 2014 nackt auf einer Abrissbirne saß und sich als „eine der größten Feministinnen der Welt“ bezeichnete, werden feministische Themen auch im Mainstream der Popkultur verhandelt. Welche Möglichkeiten und Grenzen ergeben sich aus der Popkultur als Aktionsfeld des Feminismus? Inwieweit trägt die Repräsentation von Frauen* in der männerdominierten Popkultur zur Entwicklung von DIY Strukturen bei und ermöglicht die Aneignung subversiver Räume? Wird durch Popfeminismus eine Verbreitung emanzipatorischer Ansätze ermöglicht oder besteht andererseits vielleicht die Gefahr, dass Feminismus durch inhaltsleere (Selbst-)Inszenierungen zu einer hohlen Phrase verkommt? Inwiefern verliert der Feminismus emanzipatorische Inhalte, wenn es nur noch um „Ich mache was ich will“ geht? Inwieweit wird Selbstinszenierung als Emanzipation verkauft und was bleibt dann noch von einer emanzipatorischen feministischen Politik über? Und wie viel hat der Popfeminismus der 90er Jahre (Riot Grrrl?) noch mit den Nullerjahren-Feministinnen (Miley, Taylor, Beyonce) gemeinsam? Darüber soll an diesem Abend diskutiert werden.

Werbung: Rirette Maîtrejean. Lesung mit Lou Marin

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Rirette Maîtrejean. Die französische Anarchafeministin und
Attentatskritikerin (1887 – 1968). Lesung mit dem Autor Lou Marin aus Marseille
27. Oktober 2016, 20 Uhr, ESG Münster, Breul 43 (Clubraum 1)

VeranstalterInnen: AStA Frauenreferat, Redaktion Graswurzelrevolution, roots of compassion, VVN Münster, Gruppe B.A.S.T.A.


Rirette Maîtrejean (1887-1968)
Anarchafeministin und Individualanarchistin im französischen Milieu libre vor dem Ersten Weltkrieg. Rirette Maîtrejean wandte sich in ihren Souvenirs d’anarchie (1913) entschieden gegen die damals heiß diskutierten anarchistischen Attentate und Raubüberfälle. Sie hat mit ihrem Individualanarchismus und ihrer Attentatskritik auch Albert Camus beeinflusst, dem sie während und nach dem Zweiten Weltkrieg begegnete und der ihre Erfahrungen in seiner Kritik des Nihilismus ausformulierte. Rirette Maîtrejean war eine bis an ihr Lebensende bescheiden lebende, selbstständige und -tätige Frau, die ihre Stimme nicht nur zur Frage der Gewalt, sondern auch zum gleichberechtigten Leben der Geschlechter, zu Ehe und Sexualität in den Organen der libertären Bewegung erhob.

Die Veranstaltung am 27. Oktober möchte den Menschen näherbringen, der Rirette Maîtrejean hieß. Ihre Biografie und ihre auf Deutsch erschienenen Artikel bieten hervorragende Möglichkeiten, sich mit dem Leben und dem Werk dieser bisher im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannten Autorin auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung gibt Anlass, über den Zusammenhang zwischen individueller Verantwortung, Arbeit an der Persönlichkeitsbildung, politischem Denken und praktischer Aktion nachzudenken.

Lou Marin
geboren 1961, lebt als Journalist, Buchautor und Übersetzer seit 2001 in Marseille/Frankreich. Er engagierte sich in den antimilitaristischen, antisexistischen und antirassistischen Initiativen der neunziger Jahre. Er ist Mitherausgeber der gewaltfrei-anarchistischen Monatszeitung Graswurzelrevolution. Veröffentlichungen zu Albert Camus, Martin Buber und Mahatma Gandhi. Sein Buch über Rirette Maîtrejean erschien im Herbst 2016 im Verlag Graswurzelrevolution.

Weitere Infos: www.graswurzel.net/verlag/maitrejean.php
Redaktion Graswurzelrevolution, Breul 43, 48143 Münster. Tel.:
0251/4829057, redaktion@graswurzel.net

 

Antisemitismus im Feminismus

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Frisch zum neuen Semester melden wir uns mit dem Salon féministe, Sahneschnitten, Tee, und feministischer Konversation zurück! Wir haben Merle Stöver als Referentin zum Thema „Antisemitismus im Feminismus“ eingeladen. Der Vortrag beginnt um 17:00 – davor und danach ist reichlich Zeit und Raum zum plaudern, diskutieren und vernetzen.

Riots, not Diets! Kuchenspenden gern gesehen!
Ladet eure Freund*innen ein!
Falls ihr eine Kinderbetreuung benötigt, sagt uns bitte mindestens eine Woche vorher unter asta.frauenreferat@uni-muenster.de Bescheid!

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Merle Stöver hat soziale Arbeit in Berlin studiert. Bekannt wurde sie mit ihrem Blog „The Anti in Romantic“.

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„Fortleben der Barbarei! Zu Antisemitismus in feministischen Kontexten

Feminismus stellt eine gesellschaftliche Notwendigkeit dar und muss immer Teil einer Gesellschaftsanalyse- und Kritik sein. Doch mit Blick auf gesellschaftliche Missstände sehen wir das Fortleben antisemitischer Ideologie, die weder vor linken Kontexten noch vor feministischen Gruppierungen und ihren Gesellschaftstheorien Halt macht. Daher gilt es, die Frage, ob es unter Feminist*innen bzw. im Feminismus Antisemitismus gibt, näher zu untersuchen. Dafür soll sowohl ein historischer Abriss der deutschen Frauen*bewegungen bzw. der feministischen Debatten gegeben werden, es wird der Blick auf aktuelle feministische „Ikonen“ und neue feministische Bündnisse und Theorien gelenkt um anschließend die Frage zu besprechen, ob es Parallelen und strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen antisemitischer Ideologie und feministischen Theorien gibt.“