Sketch & Spray – FLINTA*-Personen in Subkulturen

Wann: 19 Uhr (FLINTA*-Room mit sketchen und sprayen)

21 Uhr (offen für alle, ab 22 Uhr Film)

Wo: Gazo (Boelckeweg 3, 48155 Münster)

FLINTA*Begegnen in Subkulturen immer wieder Hindernissen durch cis-männlich dominierte Strukturen. Wir wollen am 16.06.2022 ab 19 Uhr einen Raum schaffen, in dem FLINTA-Personen gemeinsam sketchen, sprayen, sich austauschen und vernetzen können. Ein paar Dinge dafür gibt es vor Ort; wer mag, darf natürlich auch eigenen Kram mitbringen. Eingeladen sind ALLE FLINTA*-Personen, egal ob noch nie einen Stift oder eine Dose in der Hand gehabt oder mit jahrelanger Übung.

Ab 22 Uhr zeigen wir den Film „Girl Power“, ein Dokumentarfilm über Frauen in der internationalen Graffiti-Szene. – open for All genders!!

Vor Ort gibt es Getränke und die Möglichkeit Pizza zu bestellen.

Wir freuen uns auf viele neue und alte Gesichter!

Workshop: Lookism – a feminist issue? (mit e*vibes)

Wann: 07.05.2022, 15-18 Uhr

Wo: Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Wer: FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, Inter*-, non-binary, trans*- und agender Personen)

Mirror, mirror on the wall … Hätte Schneewittchen ihrem Beinahetod entgehen können, wenn sie anstelle des Apfels lieber zu einer Tüte Chips gegriffen hätte?
Schneewittchen – das Schaubild einer schönen, reinen Mädchen-Frau, die gern umsorgt und sich gesund ernährt. Ihre Schärpe als Schönste im ganzen Land verliert sie nie, Übergriffs-Prince-Charming auch nicht.
Schneewittchens Geschichte verdeutlicht die Prägnanz vom Aussehen, das Glück verspricht und dabei Menschenleben fordern kann. In unserem Workshop wollen wir uns diesem Phänomen nähern und Diskriminierung auf Grund des äußeren Erscheinungsbildes benennen. Lookism. Dafür starren auch wir (mit großer Lust) auf den weiblichen Körper (in seinen kapitalistischen Verwertungszusammenhängen). Wieso lohnt sich der Blick auf die Fat-Shaming-Debatte? Sollte man ein Auge werfen auf die Bodypositivitybewegung als Ausweg aus einem neoliberalen Ökonomisierungswahn? Mirror, mirror off the wall?

Anmeldung per Mail an: asta.frauenreferat@uni-muenster.de

Der Workshop wir geleitet von e*vibes in Kooperation mit dem autonomen Frauen*Referat des AStAs der Uni Münster und der Beauftragung FLINTA-Room.

e*vibes über sich:

e*vibes existiert seit Herbst 2011. Der dazugehörige gemeinnützige Verein wurde 2013 gegründet. Wir setzen uns mit einer Gesellschaftskritik aus feministischer Perspektive, antisexistischer und queerer Theorie und Praxis auseinander, um durch verschiedene Formate emanzipatorische Bildung zu ermöglichen.
Unsere Hintergründe und Zugänge sind dabei genauso unterschiedlich wie wir. Die Schwerpunkte unserer Arbeit sind daher vielfältig. Oft verarbeiten wir ganz alltägliche Erfahrungen, manchmal finden wir aber auch Zugänge über die verschiedene Bereiche, in denen jede_r Einzelne von uns tätig ist.

Filmvorführung „Pride“ mit anschließender Podiumsdiskussion

Wann: 05.05.2022, 18 Uhr

Wo: Kurbelkiste/ Cinema Münster

Ab dem 1. Mai 2022 werden die Beschäftigten der sechs Unikliniken in NRW im unbefristeten Streik stehen. Nach dem es über Jahre nichts als Klatschen und warme Worte für Beschäftigte des völlig kaputtgesparten Gesundheitswesens gab, reicht es ihnen nun. Für substanzielle Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen haben sich tausende Pfleger*innen, Servicekräfte, Therapeut*innen und viele mehr entschieden, ab Mai diesen Jahres in den Arbeitskampf zu treten. Die kommenden Streiks könnten die größten flächendeckenden Streiks im Gesundheitswesen werden, die es in der Bundesrepublik jemals gegeben hat – auch in Münster!

Das haben wir, @muenstercares, @eklat_ms und das Autonome Frauen*referat zum Anlass für eine gemeinsame Veranstaltung genommen: Am 4. Mai 2022 laden wir euch ab 18:00 Uhr herzlich dazu ein, den Film „Pride“ im @cinemamuenster mit uns zu schauen.

Zum Film:
„Pride“ erzählt die wahre Geschichte einer Allianz zwischen streikenden Bergarbeitern und der LGBTQ*-Bewegung im England der 1980er Jahre. Da die Gay Pride-Kämpfe ebenso wie der `Miners Strike` unter der reaktionären Politik Margaret Thatchers und der polizeilichen Willkür zu leiden haben, beschließt eine Londoner Aktivist*innengruppe, sich mit den Arbeitern zu solidarisieren und Spenden zu sammeln. Es ist der Beginn einer gemeinsamen und solidarischen Bewegung, die vorher nicht für möglich gehalten wurde.

Nach dem Film wollen wir gemeinsam ins Gespräch kommen und uns über die aktuellen Arbeitskämpfe in Münster austauschen. Wir wollen mit euch gemeinsam diskutieren, welche Perspektiven sich aus einer linken, feministischen Bewegung auf die Streiks im Gesundheitswesen ergeben, wie eine Unterstützung der Streiks aussehen kann und warum die derzeitige Streikbewegung an den Krankenhäusern auch eine feministische ist.
Podiumsgäste werden eine Aktivistin der Gruppe Eklat Münster und Lisa Schlagheck sein, Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Notaufnahme des UKM und aktiv in der NRW Krankenhausbewegung.

__ Der Abend ist kostenlos. Wer sich nicht spontan auf die Abendkasse verlassen möchte, kann sich vorher anmelden unter: https://www.redseat.de/streikkino_muenster

„Flirten wir eigentlich gerade miteinander?“ – Workshop zum Austausch über angenehmes Flirten mit queer_topia*

Wer: offen für ALLE

Wann: 30.04.2022, 17 – 20 Uhr

Wo: Zoom

Wie funktioniert das eigentlich mit dem (queeren) Flirten und was bedeutet dieses Wort? Können alle Menschen flirten oder kann das gelernt und verlernt werden? Wie kann ich mit unangenehmen Situationen umgegangen werden? Wie kann ich flirten ohne über Grenzen zu gehen oder Menschen abzuschrecken?
Und wie sieht eigentlich meine Utopie von einem schönen Flirt aus?
Mit diesen Fragen wollen wir uns in dem Workshop beschäftigen und zusammen erste Schritte zu einer angenehmen Flirt-Atmosphäre machen. Dabei möchten wir uns in kleinen (Rollen-) Spielen dem Konsens-Prinzip (Zustimmungs-Konzept|sexual consent) nähern, Erfahrungen Austauschen und herumexperimentieren.
Dauer: 3 Stunden

Der Workshop wird angeleitet von Blu von queer_topia*

Anmeldung per Mail an: asta.frauenreferat@uni-muenster.de

Sprechstunde SoSe 2022

Du brauchst Rat, hast eine Idee für ein feministsiches Projekt oder alle möglichen anderen Dinge auf dem Herzen? Besuch und in unserer Sprechstunde mittwochs von 12 bis 13 Uhr in unserem Büro im AStA am Schlossplatz 1 im 1. Obergeschoss.

In der Zeit kannst du auch ohne vorherige Absprache Bücher aus unser feministischen Bibliothek ausleihen.

Der Termin passt dir nicht? Du hättest gerne etwas mehr Zeit bei einem Gespräch? – Dann schreib uns eine E-Mail (asta.frauenreferat@uni-muenster.de ) und wir vereinbaren einen Termin außerhalb unserer Sprechstunde mit dir.

Leider ist unser Büro nicht barrierefrei. Für einen barrierefreien Zugang können wir uns in den Räumen des Schlosses direkt nebenan treffen. Bitte schreib uns in diesem Fall vorher eine kurze Mail.

Wir freuen uns auf dich!

Filmvorführung

Wann: 13.04.2022 ab 19:30 Uhr

Wo: Baracke (Scharnhorststraße 106)

Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die Pariser Malerin Marianne im Jahr 1770 auf eine einsame Insel an der Küste der Bretagne: Sie soll heimlich ein Gemälde von Héloïse anfertigen, die gerade eine Klosterschule für junge adelige Frauen verlassen hat und bald verheiratet werden soll. Denn Héloïse weigert sich, Modell zu sitzen, um gegen die von ihrer Mutter arrangierte Ehe zu protestieren. So beobachtet Marianne Héloïse während ihrer Spaziergänge an die Küste und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Porträt. Langsam wächst zwischen den eindringlichen Blicken eine unwiderstehliche Anziehungskraft…

Wir freuen uns, euch diesen gleichzeitig poetischen und politischen Film zeigen zu können und mit euch über Solidarität unter Frauen, Umgang mit gesellschaftlichen Zwängen und der Rolle der romantischen Liebe ins Gespräch zu kommen.

Getränke und Snacks passend zum Kino gibt es vor Ort.

Wir erachten einen vorherigen Schnelltest sowie das Tragen einer Maske als sinnvoll.

Wir freuen uns auf euch!

Vollversammlung 27.04.2022

Für den 27. April 2022 laden wir ab 19 Uhr herzlich alle Student*innen, die Teil der Statusgruppe des autonomen Frauen*referats sind, ein an unserer Vollversammlung teilzunehmen. Es wird neben der Entlastung unserer Aktivitäten vor allem darum gehen, einen Rückblick auf das vergangene Semester zu werfen sowie Referierende für die kommenden beiden Semester zu wählen. Möchtet ihr weitere Punkte auf die Tagesordnung (unten) setzen, sagt uns bitte vorher per E-Mail Bescheid! Die Vollversammlung findet im Kulturzentrum Baracke in der Scharnhorststr. 106 statt. Wir erachten einen Schnelltest vor der Teilnahme und das Tragen einer Maske für sinnvoll.
Wir freuen uns auf euch!


Vorläufige Tagesordnung

  1. Eröffnung durch die Referentinnen*
  2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
  3. Wahl der*des Protokollführenden, der Redeleitung, Wahlleitung
  4. Beschluss der Tagesordnung
  5. Rückblick und Aussichten unserer Tätigkeiten
  6. Vorstellung des Rechenschaftsberichts
  7. Entlastung der Referierenden
  8. Wahl der Referierenden
  9. Sonstige

Benjamin und die Hexe – Workshop

Feministische Geschichte und Fortschrittskritik – Walter Benjamin und Silvia Federici

Seminar am Samstag, 12. März 2022, 10.00 – 18.00 Uhr/ Sonntag, 13. März 2022, 10.00 bis 13.00 Uhr

im Institut für Theologie und Politik, Friedrich-Ebert-Str. 7, 48153 Münster

Das Staunen darüber, daß die Dinge, die wir erleben, im zwanzigsten Jahrhundert „noch“ möglich sind, ist kein philosophisches. Es steht nicht am Anfang einer Erkenntnis, es sei denn der, daß die Vorstellung von Geschichte, aus der es stammt, nicht zu halten ist.“ (Benjamin 2015: 84, achte These)

Auch im einundzwanzigsten Jahrhundert staunen wir noch, ob der Geschehnisse, die (uns) passieren. Pandemie, Erstarken der Rechten, Klimakrise, Feminizide… wie ist das möglich, obwohl wir es doch besser wissen müssten?
Kapitalismus und Patriarchat lauten die einschlägigen Antworten. Mit Benjamin lässt sich die Frage noch anders beantworten: Geschichte und Fortschritt ermöglichen diese Katastrophen. Was genau meint er damit? Und was hat das mit materialistischem Feminismus zu tun?

„Vergangenes historisch artikulieren heißt nicht, es erkennen ‚wie es denn eigentlich gewesen ist‘. Es heißt, sich einer Erinnerung bemächtigen, wie sie im Augenblick einer Gefahr aufblitzt“, schreibt Benjamin in den geschichtsphilosophischen Thesen. (Benjamin 2015: 81, sechste These)

Silvia Federici macht genau das, in ihrer Geschichte der Hexenverbrennungen. Sie schreibt nicht „wie es denn eigentlich gewesen ist“, sondern wie sie die Hexen und die Jagd auf sie erinnert:

Doch die Hexe war nicht nur die Hebamme, die Frau, die es vermied, Mutter zu werden, oder die Bettlerin […]. Sie war auch die lockere, promiskuitive Frau: die Prostituierte oder Ehebrecherin, und ganz allgemein die Frau, die ihre Sexualität außerhalb der Bande von Ehe und generativer Reproduktion auslebte. […] Die Hexe war auch die rebellische Frau, die Widerworte gab, stritt, fluchte und bei der Folter nicht in Tränen ausbrach. […] Doch es war nicht nur die deviante Frau, sondern die Frau als solche und insbesondere die Frau aus den Unterklassen, die vor Gericht gestellt wurde.(Federici 2017: 228f.)

Welches Verständnis von Geschichte liegt dieser Erinnerung zugrunde? Welches Verständnis von Fortschritt? Und inwiefern hilft uns das Verstehen von Geschichte und Fortschritt für einen feministischen Kampf heute?

Charlotte Cremer Jauregui (Berlin) hat dazu geforscht und wird ihre Erkenntnisse und Fragen an diesem Wochenende mit uns teilen.

Als Grundlage dienen Textauszüge aus den geschichtsphilosophischen Thesen von Walter Benjamin und aus Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation von Silvia Federici. Diese werden Euch im Vorhinein des Seminars zugeschickt. Vorkenntnisse zu beiden Autor*innen sind nicht vonnöten.

Um Anmeldung wird bis zum 6. März gebeten an kontakt[at]itpol.de; Schlafplätze in privaten Unterkünften sind möglich; um eine Spende für Verpflegung und Materialien wird gebeten.

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Sollten wir zu viele Anmeldungen haben, geben wir Frauen und Queers den Vorzug.

Das Seminar findet in Kooperation mit dem AStA Frauenreferat (WWU Münster) und dem Unrast Verlag statt.

Revolution für das Leben – Lesung mit Eva von Redecker

In Zeiten der Krise entzündet sich politisches Engagement. Protestbewegungen wie Black Lives Matter, Fridays for Future und NiUnaMenos kämpfen derzeit weltweit gegen Rassismus, Klimakatastrophe und Gewalt gegen Frauen.
So unterschiedlich sie scheinen mögen, verfolgen diese Widerstandskräfte doch ein gemeinsames Ziel: die Rettung von Leben. Im Kern richtet sich ihr Kampf gegen den Kapitalismus, der unsere Lebensgrundlagen zerstört, indem er im Namen von Profit und Eigentum lebendige Natur in toten Stoff verwandelt: Der Kapitalismus verwertet uns und unseren Planeten rücksichtslos. In autoritären Tendenzen und rassistischen Ausschreitungen, in massiven Klimaveränderungen und einer globalen Pandemie zeigt er seine verheerendsten Seiten.
In den neuen Protestformen erkennt Eva von Redecker, die als Philosophin zu Fragen der Kritischen Theorie forscht und auf einem Biohof aufgewachsen ist, die Anfänge einer Revolution für das Leben, die die zerstörerische kapitalistische Ordnung stürzen könnte und unseren grundlegenden Tätigkeiten eine neue solidarische Form verspricht: Wir könnten pflegen statt beherrschen, regenerieren statt ausbeuten, teilhaben statt verwerten.
Die erste philosophische Analyse des neuen Aktivismus.
Im Vortrag wird Eva von Redecker sich speziell auf einige feministischen Aspekte in ihrem Buch fokussieren.

Lesung: Beziehungsweise Revolution (Bini Adamzcak)

Wann: 23.02.2022, 18 Uhr

Wo: Zoom

„Beziehungsweise Revolution“ von Bini Adamczak bringt die Revolutionen von 1917 und 1968 in ein Verhältnis wechselseitiger Kritik. Während 1917 auf den Staat fokussierte, zielte 1968 auf das Individuum. In Zukunft müsste es darum gehen, die »Beziehungsweisen« zwischen den Menschen in den Blick zu nehmen.
Das Buch analysiert die revolutionären Geschlechterverhältnisse als Verhältnisse, die zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, »Nahbeziehungen« und »Fernbeziehungen« geknüpft sind – das Geschlecht der Revolution. So tritt ein Begehren zutage, das nach wie vor seiner Realisierung harrt: das Begehren nach gesellschaftlichen Beziehungsweisen der Solidarität.
Im Anschluss an die Lesung wird es die Möglichkeit zur gemeinsamen Diskussion mit Bini Adamczak geben.


Die Veranstaltung findet über Zoom statt:
Meeting-ID: 674 3034 6009
Kenncode: 134367