Salon féministe Vol. 12

Achtung: Der Salon findet nicht wie auf dem Plakat angegeben in der Baracke, sondern im Raum SCH. 100.4 im IfPol statt.

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In diesem Monat haben wir Michaela Burkhard eingeladen, um einen Vortrag zum Thema „Antifeministische Strömungen im deutschsprachigen Raum“ zu halten.

Hier ein kleiner Einblick in den Vortrag:

Wo sich Menschen von traditionellen Geschlechterrollen emanzipieren, tauchen sie früher oder später auf: diejenigen, die das Rad der gesellschaftlichen Entwicklung zurückdrehen wollen, die Sexismus, Rassismus und Homophobie verbreiten. Unter Begriffen wie Antifeminismus, Maskulinismus, Männerrechtsbewegung oder Lebensschutzbewegung tauchen Akteur*innen auf, die die traditionellen Geschlechterrollen und -normen wiederherstellen wollen.

Antifeministische Positionen sind vielfältig und kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Sie können mehr oder weniger extrem sein, bewegen sich in unterschiedlichen Politikfeldern, teilweise gibt es Überschneidungen, etwa zum christlichen Fundamentalismus oder zur rechten Szene. Antifeministische Akteur*innen können in Vereinen und Gruppen agieren, aber auch anonym in Internet, wo sie in Onlineforen und Kommentarspalten großer Zeitungen auftauchen. Antifeministische Positionen tauchen aber auch immer wieder in Zeitungsartikeln eben dieser großen überregionalen Zeitungen auf.

Der Vortrag stellt sowohl antifeministische Akteur*innen als auch vorherrschende Argumentationsmuster im deutschsprachigen Raum vor. Anhand konkreter Textbeispiele aus Zeitungsartikeln, Webseiten und Forenbeiträgen sollen diese Argumentationen veranschaulicht und hinterfragt werden.

Aus aktuellem Anlass sollen insbesondere auch christlich-fundamentalistische Gruppierungen aus dem Bereich des Lebensschutzes beleuchtet werden: Wie jedes Jahr findet im März im Münster der „1000-Kreuze-Marsch“ statt, auf dem christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen gegen das Recht auf Selbstbestimmung, gegen Feminismus und gegen jegliche Abweichung von traditionellen Geschlechternormen demonstrieren.

Michaela Burkard hat Politikwissenschaften und Soziologie an den
Universitäten Eichstätt-Ingolstadt und Münster studiert. Sie ist
Projektmitarbeiterin für das Flüchtlingshilfe-Portal HelpTo und
engagiert sich in ihrer Freizeit für die Kampagne StopBildSexism, die
sich gegen die sexistische Darstellung von Frauen in der Bild-Zeitung
einsetzt.

Salon12

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