Heutige Sprechstunde fällt aus

Unsere heutige Sprechstunde fällt leider aus. In dringenden Fällen meldet euch gerne per Mail. Wir schreiben euch schnell zurück.

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Salon féministe Vol. 28: Lesung mit Alisa Tretau „Nicht nur Mütter waren schwanger“

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Lesung NICHT NUR MÜTTER WAREN SCHWANGER – UNERHÖRTE PERSPEKTIVEN AUF DIE VERMEINTLICH NATÜRLICHSTE SACHE DER WELT mit Alisa Tretau und weiteren Autor*innen

Der Sammelband NICHT NUR MÜTTER WAREN SCHWANGER vereint persönlich geschilderte Erfahrungen mit Schwangerschaft, die im gesamtgesellschaftlichen Diskurs oft überhört werden: Es geht um unerfüllte und lesbische Kinderwünsche, um trans-männliche oder alters-untypische Schwangerschaften, genauso wie um Abtreibung und Fehlgeburt, Repro-Medizin, Pränataldiagnostik und vieles mehr. Das Buch will den einengenden und Druck ausübenden Blick, Schwangerschaft sei für die cis-Heteronorm die „natürlichste Sache der Welt“, für alle anderen hingegen unmöglich, aufweichen, und dabei alternative Visionen entwickeln: für mehr Offenheit und Selbstbestimmung im Umgang mit Kinderwünschen, Schwangerschaft und Eltern-Sein.

Salon féministe Vol. 27: Warum Kapitalismuskritik nicht ohne Liebe zu denken ist. Eine Einführung in materialistisch-feministische Theorien [21.10.2018]

 

[Nachtrag]: Wie versprochen hier noch einmal die Literaturhinweise aus dem Vortrag.

Danke für euer Kommen und die rege Diskussion. Bis zum nächsten Mal.

  • Bebel, August (1954/1879): Die Frau und der Sozialismus, Berlin: Dietz.
  • Beer, Ursula (1991): Geschlecht, Struktur, Geschichte. Soziale Konstituierung des Geschlechterverhältnisses, Frankfurt a. M./New York: Campus.
  • Engels, Friedrich (1984/1884): Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates. In: MEW 21, Berlin: Dietz, S. 25–173.
  • Fourier, Charles (1977): Aus der Neuen Liebeswelt. Mit einem Vorwort von Daniel Guérin, Berlin: Wagenbach.
  • Haidinger, Bettina (2013): Hausfrau zweier Länder sein. Zur Reproduktion des transnationalen Haushalts, Münster: Westfälisches Dampfboot.
  • Haug, Frigga (1996): Knabenspiele und Menschheitsarbeit – Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse. In: Dies. (Hg.): Frauen-Politiken, Hamburg: Argument, S. 125–151.
  • Kollontai, Alexandra (1979): Der weite Weg. Erzählungen, Aufsätze, Kommentare, hg. und mit Beiträgen von Christiane Bauermeister, Helene Imendörffer und Krisztina Mänicke-Gyöngyösi, Fulda: Neue Kritik, S. 21–39.
  • Marx, Karl/Engels, Friedrich (1990a/1845/46): Die Deutsche Ideologie, MEW 3, Berlin: Dietz.
  • Werlhof, Claudia von/Mies, Maria/Bennholdt-Thomsen, Veronika (Hg.): Frauen, die letzte Kolonie. Zur Hausfrauisierung der Arbeit, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, S. 18–46.

 

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Das neue Wintersemester hat gerade erst begonnen und wir sind schon wieder mit tollen Veranstaltungen dabei. Diesmal laden wir euch wie immer am Sonntag Nachmittag in die Baracke ein:

Warum Kapitalismuskritik nicht ohne Liebe zu denken ist.
Zur Einführung in materialistisch-feministische Theorien
Vortag und Diskussion mit Katharina Volk

 

In den 1970er Jahren forderten Feministinnen die Befreiung der ‚Hausfrau‘, welche die unbezahlte Hausarbeit „aus Liebe“ leistet. Mit ihren Publikationen und Aktionen zeigten sie dabei auf, dass eine emanzipatorische Kapitalismuskritik nicht ohne den Blick auf die gesellschaftliche, geschlechtliche und internationale Arbeitsteilung auskommt. Auch heute muss eine radikale Kritik am Bestehenden sowohl die Erwerbs- als auch die Familienarbeit in ihren Verhältnissen und ihrer Verwobenheit erfassen – und die spätestens seit der Hausarbeitsdebatte unausweichlichen Fragen nach den Zusammenhängen von Kapitalismus und Patriarchat sowie der Produktion der Lebensmittel (Warenproduktion) mit der Produktion des Lebens („Reproduktion“) stellen. Historisch betrachtet gibt es schlagfertige materialistisch-feministische Theorien, die diesen Anspruch verfolgen. Einige dieser Ansätze zu erläutern und zu klären, wie und was all das mit Liebe zu tun hat, wird Gegenstand des Vortrags sein.

Katharina Volk lebt derzeit in der Nähe von Kiel und arbeitet bei der IG Metall im Bezirk Küste. Im Juni 2018 erschien ihre Dissertation unter dem Titel „Von der Gesellschaftsanalyse zur Utopie. Ein historischer Rückblick auf materialistisch-feministische Theorien“ im Verlag Westfälisches Dampfboot.

Sonntag, 21.10.2018, Baracke (Scharnhorststr. 100), 48151 Münster; 14 Uhr

Eine Veranstaltung des Autonomen Frauenreferats im AstA der Uni Münster [www.frauenreferatmuenster.wordpress.com] in Kooperation mit der Gruppe et2c [www.et2c.org]

Salon féministe goes Freitagskino: MY TWO POLISH LOVES Film und Gespräch mit Tali Tiller

SUQ_my-two-polish-lovesAm Freitag, den 5.10.2018 starten wir ins neue Semester und freuen uns, dass wir euch den Dokumentarfilm MY TWO POLISH LOVES zeigen können. Außerdem kommt die Filmemacherin Tali Tiller zu uns nach Münster und spricht mit uns über ihren Film.

Beginn ist 19 Uhr und wir treffen uns in der LEO:16 (Herwarthstraße 7).

Hier nun ein paar Infos und ein Trailer zum Film:

Tali begibt sich auf eine bewegende Reise in die polnische Stadt Lodz, um den Spuren ihrer persönlichen Wurzeln und der damit verknüpften Geschichte nachzugehen.

Im Zentrum stehen dabei ihre zwei polnischen Geliebten: Ihre in Polen aufgewachsene Partnerin Magda, die anfängt, die Reise zu filmen, und ihre Großmutter Silvia, eine Holocaust-Überlebende, deren Stimme und Erinnerungen das Paar auf ihrem Weg begleiten.

Während sie auf der Suche nach lang vergessenen Straßennamen die Straßen von Lodz durchwandern, das Ghetto besuchen, in dem Silvia ihre Jugend verbracht hat und versuchen, einen fast verschütteten Grabstein zu finden, entdecken Tali und Magda überraschende Übereinstimmungen in ihrem polnischen Erbe.

Der Dokumentarfilm geht der Frage nach, wie Erinnerungen an den Holocaust und Krieg von Frauen erlebt, erzählt und durch die Jahrzehnte weitergegeben werden. Gefragt wird auch, ob sich zukünftige Generationen noch für die Geschichte des Holocaust interessieren werden, wenn es keine direkten Zeug*innen mehr gibt? Wie wichtig ist eine physisch erfahrbare Erinnerung? Was ist die Rolle der dritten Generation?

Hier ein kleiner Einblick:

14.09., 19 Uhr: Lesung und Diskussion: Intersektionale transformative Gerechtigkeit

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Zusammen mit dem AK zu Recht und dem Verlag edition assemblage veranstalten wir am Freitag um 19 Uhr in der Leo:16 (Herwarthstraße 7) eine Lesung mit Diskussion zum Thema: „Was macht uns wirklich sicher? Ein Toolkit zu intersektionaler transformativer Gerechtigkeit jenseits von Gefängnis und Polizei.

Wir feiern die Veröffentlichung des „Was macht uns wirklich sicher?“ Toolkits mit Herausgeberin Melanie Brazzell, Jen Petzen und Jaya Chakravarti.
Dieses Toolkit stellt das Sicherheitsversprechen des Staates im Falle von sexualisierter- und Partner_innengewalt in Frage, weil Techniken wie Polizei, Gefängnis und Grenzen Gewalt (re)produzieren anstatt sie zu beenden. Das Toolkit und die verschiedenen Beiträge von vielen Organisationen und Aktivist*innen vorstellen (u.a. LesMigraS, Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – KOP, Hydra e.V.) sollen bei der Lesung vorgestellt werden.

Dabei wird der Frage nachgegangen, wie vermeintlich gut gemeinte Ansätze zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt so schief laufen und für Rassismus instrumentalisiert werden können? Das Toolkit stellt heraus, dass wir zwischenmenschliche Gewalt in Verquickung mit staatlicher Gewalt verstehen müssen, um sie angemessen aufzuarbeiten und zu bekämpfen. Um dies zu erreichen, schlägt das Toolkit einen Ansatz intersektionaler transformativer Gerechtigkeit vor: Es besteht aus verschiedenen Experimenten von community-basiertem Umgang mit zwischenmenschlicher Gewalt – vor allem sexualisierter und Partner_innen-Gewalt – jenseits vom Staat und dessen Straflogik.

Wenn uns Polizei und andere Sicherheitsinstitutionen wie Grenzen und Gefängnisse keine wirkliche Sicherheit geben können, sondern das Gegenteil bewirken, also Unsicherheit verbreiten, welche Möglichkeiten gibt es dann? Wie können wir selbst Sicherheit schaffen und den Begriff ‚Sicherheit‘ für uns zurücknehmen?

Zu der Veranstaltung sind alle eingeladen, ihre kreativen, sci-fi Visionen von echter Sicherheit zu teilen, um eine Zukunft ohne Gewalt und Betrafung zu entwerfen. Es wird eine kleine Kunstaktion vor und während der Lesung geben.

Teilt euere Ideen mit uns, was uns #WirklichSicher #ReallySafe macht!

https://twitter.com/WhatMakesUsSafe
https://www.facebook.com/transformativejusticekollektiv/
www.whatreallymakesussafe.com

Präsenzzeiten in den Semesterferien

Hallo zusammen, auch wir machen Semesterferien und setzen im August und September ein paar Mal unsere Präsenzzeiten aus. An folgenden Tagen könnt ihr uns aber trotzdem jeweils um 18:30 Uhr im AStA treffen:

14.08.
28.08.
11.09.
25.09.

Ansonsten sind wir aber durchgehend per Mail erreichbar. Genießt den Sommer!

Salon féministe Vol. 25: Sommer,Sonne,Feminismus und ein Stadtrundgang

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Wir laden euch ganz herzlich ein eure Klausuren für einen Nachmittag zu vergessen und in eurer Lernpause einen schönen Nachmittag mit uns zu verbringen.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe Frauengeschichte bieten wir auch diesen Sommer wieder einen Stadtrundgang an. Neben allgemeinen Informationen zur Frauengeschichte in Münster wird sich der Stadtrundgang auf Frauen* und Bewegungen konzentrieren, die für die Rechte von Frauen* gekämpft haben.

Nach dem Stadtrundgang treffen wir uns wieder am AStA und wir bereiten ein Picknick vor.

Der Stadtrundgang beginnt um 15 Uhr (Treffpunkt vor dem AStA) und dauert etwa bis 16:30 Uhr.
Danach könnt ihr gerne noch gemütlich mit uns rumhängen und Kuchen essen.

Bis dahin!

Salon féministe Vol. 24: Transfeindlicher Feminismus im Deckmantel der Emanzipation – TERFs und ihre Anknüpfungspunkte in Feminismen

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Ab 14 Uhr gibt es bei Waffeln und Kaffee einen Raum zum Austausch und Vernetzung. Der Vortrag startet um 15:30 Uhr.
 
Zum Vortrag:
TERFs – was und wer ist das eigentlich? Nicht jedem ist das Akronym bekannt, und doch sind TERFs überall. TERFs sind transfeindliche FeministInnen, welche sich vor allem gegen die Existenz von trans* Weiblichkeiten sträuben. Der Vortrag umfasst eine nähere Erläuterung des Begriffs TERFs, geht auf Symboliken und Erkennungszeichen ein und beschäftigt sich mit ihren Strukturen und Organisationen, benennt jedoch auch beispielsweise Anknüpfungspunkte und vermeintlich widersprüchliche Allianzen zu MRA (Männerrechts-Aktivisten).
 
Im Vortrag gehen die beiden Referentinnen auch auf andere Widersprüchlichkeiten im vermeintlich radikalen Anspruch von TERFs ein, auf ihre biologistischen und cis-normativen Argumentationen und auch auf die Bedrohung für trans* Menschen, welche nicht nur von der verbreiteten sex/gender-Teilung ausgeht. Darüber hinaus soll dieser Vortrag darstellen, wie weit Biologismen und normierte Zweigeschlechtlichkeit in Feminismen verbreitet sind und, dass ein reiner Fokus auf offene Transfeindlichkeit zu kurz greift.
 
Zum Schluss widmen wir uns einigen Antwort-Möglichkeiten auf die Frage: Was könnt ihr tun, um Feminismen trans*-inklusiver zu gestalten.
 
Ein Vortrag von Felicia L.L. Hood_ (@redhidinghood_) & Mara Clara van Dyke (@ruehrtofu)

Liza ruft! – Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Christian Carlsen

Im Mai gibt es keinen klassischen Salon, sondern einen Sonntagnachmittag im Kino: Zusammen mit der Antifaschistischen Linken Münster und dem 8.Mai-Bündnis laden wir euch am Sonntag, den 13.05., ins Cinema (Warendorfer Straße 45-47) ein.

background_lizaruft_de Wir zeigen den Film „Liza ruft“ – einen Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Fania Yocheles-Brantsovskaya war 19 Jahre alt als die Wehrmacht 1941 in ihre Heimatstadt Vilnius einfiel. Sich der deutschen Vernichtungspläne bewusst, schloss sich Fania der jüdischen Widerstandsgruppe „Fareinikte Partisaner Organisatzije (FPO)“ an. „Liza ruft!“ wurde die Losung für ihren Kampf. Im Gespräch mit Fania, ihren Angehörigen und Weggefährt_innen zeichnet LIZA RUFT! das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau.Im Anschluss an den Film folgt ein Gespräch mit dem Filmemacher Christian Carlsen.

Los geht´s um 17 Uhr.

Karten gibt es an der Kinokasse oder ihr bestellt online schon welche vor. Der Eintritt kostet 5 Euro. Sollte euch das nicht möglich sein, meldet euch vorher bei uns, dann finden wir eine individuelle Lösung.